Grundlagen

Ein PDF unterschreiben lassen

Datei hochladen, festlegen wer wo unterschreibt, verschicken. Was dabei technisch mit Ihrer Datei geschieht — und was am Ende in dem PDF steht, das Sie zurückbekommen — steht auf dieser Seite.

  • PDF, DOC, DOCX, PNG, JPEG
  • Standardmäßig bis 50 MB
  • Standardmäßig bis 500 Seiten

Ablauf

Vom Hochladen bis zum fertigen Dokument

  • Hochladen. Signido prüft, was die Datei tatsächlich ist — nicht, was ihre Endung behauptet. Eine als .pdf benannte Datei, die keine ist, kommt gar nicht erst herein.
  • Umwandeln. Alles außer PDF wird in ein PDF konvertiert. Die hochgeladene Originaldatei wird dabei nie überschrieben; sie bleibt als eigenes Artefakt erhalten.
  • Vorbereiten. Sie setzen die Felder — Signatur, Datum, Name, Textfeld, Ankreuzfeld — an die Stellen, an denen sie stehen sollen, und legen fest, welcher Empfänger welches Feld ausfüllt.
  • Versenden und unterschreiben. Jeder Empfänger bekommt seinen eigenen Link. Was er einträgt, wird an den festgelegten Positionen in das Dokument gerendert.
  • Abschließen. Formularfelder werden geflattet, damit der Endzustand eindeutig ist, und über das Ergebnis wird das Siegel gelegt.

Formate

Was Sie hochladen können

Fünf Formate — und alles, was kein PDF ist, wird zu einem gemacht.

FormatWas damit geschieht
PDFWird direkt verwendet. Die Originaldatei bleibt unverändert erhalten.
DOCWird serverseitig in ein PDF umgewandelt, isoliert von allem anderen.
DOCXWie DOC. Der Aufbau der Datei wird vorher auf Auffälligkeiten geprüft.
PNGWird als Seite in ein PDF gesetzt.
JPEGWie PNG — der übliche Fall für eine abfotografierte Seite.

Die Umwandlung läuft in einer abgeschotteten Umgebung, getrennt von allem anderen. Das ist kein Detail für Systemverwalter: Eine Office-Datei ist ein Archiv voller Anweisungen, und ein Konverter, der sie im selben Prozess wie die Anwendung öffnet, macht jede fremde Datei zu einem möglichen Einfallstor. Beschädigte und verschlüsselte PDFs werden erkannt und abgelehnt, statt später in der Mitte eines Vorgangs zu scheitern.

Dateigröße
Standardmäßig bis 50 MB je Datei. Der Wert ist Teil der Konfiguration einer Installation und kann dort abweichen.
Seitenzahl
Standardmäßig bis 500 Seiten je Dokument, ebenfalls konfigurierbar.
Prüfung
Jede Datei wird auf Schadsoftware geprüft, bevor sie irgendwo verarbeitet oder angezeigt wird.

Das Ergebnis

Was am Ende in Ihrem PDF steht

Ein unterschriebenes Dokument ist mehr als ein Bild einer Unterschrift auf einer Seite.

1

Die Darstellung im Dokument

Die gezeichnete, getippte oder hochgeladene Signatur und alle ausgefüllten Felder werden an den festgelegten Positionen in das PDF gerendert. Formularfelder werden vor dem Abschluss geflattet, damit der Endzustand eindeutig ist.

2

Das verkettete Protokoll

Jeder Schritt erzeugt ein Ereignis, das nur angehängt und nie geändert wird. Jedes Ereignis trägt den SHA-256-Hash seines Vorgängers, so dass eine Lücke oder eine nachträgliche Änderung in der Kette auffällt.

3

Das Siegel über dem Ergebnis

Nach Abschluss wird der Endzustand mit dem elektronischen Siegel von Signido als PAdES-Signatur versiegelt. Es ist kein qualifiziertes Siegel; die Vermutungswirkung nach Art. 35 Abs. 2 eIDAS greift daher nicht.

Und was daneben aufbewahrt wird

Neben dem fertigen Dokument bleiben die Zwischenstände erhalten: die hochgeladene Originaldatei, das daraus erzeugte Signaturdokument und das abgeschlossene Ergebnis. Zu jedem davon gehört ein SHA-256-Hashwert, und diese Hashwerte stehen im Abschlusszertifikat. Damit lässt sich später zeigen, dass genau diese Datei gemeint war — und nicht eine, die ihr ähnelt.

Ein einmal abgeschlossenes Dokument wird nie neu erzeugt. Es wird gelesen und ausgeliefert, wie es ist. Ein neu gerendertes PDF hätte einen anderen Hashwert als den, auf den sich das Siegel und das Zertifikat beziehen — und wäre damit ein anderes Dokument, auch wenn es gleich aussieht.

Signaturniveau

Mit welcher Signatur

Ein PDF zu unterschreiben ist eine Frage des Ablaufs; welches Signaturniveau dabei entsteht, ist eine davon unabhängige Frage. Standardmäßig entsteht eine einfache elektronische Signatur (SES) — was das genau bedeutet, steht auf der Seite Elektronische Signatur.

Verfügbarkeit von AES und QES

AES und QES sind derzeit nicht verfügbar. Sie werden über einen externen qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter angeboten, und solange keiner angebunden ist, lehnt Signido eine Anfrage auf diesem Niveau ab, statt sie stillschweigend als einfache elektronische Signatur auszuführen.

Was heute ohne Einschränkung geht, ist die einfache elektronische Signatur (SES) — mit vollständigem Protokoll, Siegel und Abschlusszertifikat. Siehe Elektronische Signatur.

Keine Rechtsberatung

Diese Seite beschreibt, was Signido technisch erzeugt und was die eIDAS-Verordnung dazu sagt. Sie ist keine Rechtsberatung. Ob ein bestimmtes Signaturniveau für einen konkreten Vertrag ausreicht, hängt vom Einzelfall ab und ist rechtlich zu klären.

Häufige Fragen

Kann ich eine gescannte Seite unterschreiben lassen?

Ja. Ein Foto oder Scan als PNG oder JPEG wird als Seite in ein PDF gesetzt, und danach ist der Ablauf derselbe wie bei einem digital erzeugten PDF. Der Text darin ist dann allerdings ein Bild — durchsuchbar wird er dadurch nicht.

Was passiert mit einem PDF, das schon Formularfelder hat?

Die vorhandenen Felder bleiben nutzbar. Vor dem Abschluss werden sie geflattet, also fest in die Seite gerendert. Das ist Absicht: Ein Formularfeld, das nach dem Abschluss noch beschreibbar wäre, würde bedeuten, dass der unterschriebene Zustand nicht eindeutig ist.

Bekommt jeder Beteiligte dasselbe Dokument?

Ja. Nach Abschluss erhalten alle Beteiligten dasselbe fertige, versiegelte Dokument samt Abschlusszertifikat — nicht jeweils eine eigene Fassung.

Kann ich mehrere Dokumente in einem Vorgang unterschreiben lassen?

Ja, ein Vorgang kann mehrere Dokumente umfassen. Sie werden gemeinsam versandt, gemeinsam abgeschlossen und gemeinsam versiegelt.

Die erste Datei hochladen

Ziehen Sie ein PDF in den Browser, setzen Sie ein Signaturfeld und schicken Sie es los.