Funktion

White Label

Ihre Kunden unterschreiben auf einer Seite, die aussieht wie Ihre: Ihr Logo, Ihre Farben, Ihre Schrift, auf Wunsch unter Ihrer Domain. Und darunter eine offene Aufstellung dessen, was in diesem Stand noch nicht geht.

  • Designtokens statt rohem CSS
  • Eigene Domain mit DNS-Nachweis
  • Signido-Hinweis abschaltbar

Der ehrliche Teil

Was heute geht und was nicht

Diese Tabelle steht am Anfang und nicht am Ende, weil sie die Entscheidung trägt.

FunktionHeuteAnmerkung
Logo, Farben, Schrift, RadienJaAls Designtokens, gegen eine Allowlist geprüft und als CSS-Variablen ausgegeben — nicht als roher Stil.
Eigenes CSSJaEine Deklarationsliste, keine Stylesheet-Datei: keine Selektoren, keine At-Regeln, nur Eigenschaften von einer geprüften Liste.
Signido-Hinweis entfernenJaAb dem Tarif, der die White-Label-Funktion enthält.
Logo und Farben in E-MailsJaDie Mails an Ihre Empfänger tragen Ihr Erscheinungsbild und Ihre Antwortadresse.
Absenderadresse der E-MailsNeinDie Prüfungen für SPF, DKIM und DMARC sind gebaut, der Absenderwechsel selbst ist nicht angeschlossen. Mails kommen von Signido, mit Ihrer Antwortadresse.
Eigene Domain — NachweisJaDer Nachweis über einen DNS-Eintrag läuft automatisch und wird überwacht.
Eigene Domain — ZertifikatTeilweiseDas TLS-Zertifikat wird nicht automatisch ausgestellt. Ein Betreiber trägt jeden Hostnamen einmalig im Reverse Proxy ein.
Partner rechnet selbst abNeinDas Modell, in dem der Partner das Geld direkt einzieht, ist nicht umgesetzt. Abgerechnet wird über Signido.

Gestaltung

Warum es Designtokens sind und kein Stylesheet

Die Signaturseite wird von Menschen geöffnet, die mit Ihnen keine Beziehung haben — und zwar in dem Moment, in dem sie etwas unterschreiben.

Diese Ausgangslage entscheidet die Bauweise. Was Sie einstellen, sind benannte Werte — Primärfarbe, Akzentfarbe, Vordergrund, Hintergrund, Schrift, Eckenradius —, die gegen eine Liste zulässiger Formate geprüft und als CSS-Variablen ausgegeben werden. Ein Wert, der nicht wie eine Farbe aussieht, wird nicht übernommen.

Eigenes CSS, mit Grenzen

Wer weiter gehen will, kann eigenes CSS hinterlegen — aber als Deklarationsliste, nicht als Stylesheet. Geschweifte Klammern, Selektoren und At-Regeln sind nicht zulässig, und die Eigenschaften stammen aus einer festen Liste. Was das ausschließt, ist keine Theorie:

  • @import würde ein fremdes Stylesheet nachladen — und dabei jedem Dritten mitteilen, wer wann gerade etwas unterschreibt.
  • @font-face mit einer externen Quelle wäre ein Zählpixel je Aufruf, das keine Einwilligung abdeckt.
  • Eine feste Positionierung mit hohem Stapelwert könnte das Zustimmungsfeld oder das Dokument selbst überdecken, so dass jemand etwas anderes anklickt als das, was er gelesen hat. Dafür braucht es weder ein Skript noch eine Netzverbindung — und deshalb genügt es nicht, nur Adressen und Skripte zu verbieten.

Eine Liste erlaubter Eigenschaften kehrt die Beweislast um: Was niemandem eingefallen ist, wird abgelehnt, weil es nicht auf der Liste steht — und nicht, weil jemand es vorhergesehen hat.

Eigene Domain

signieren.ihre-firma.de

Der Nachweis läuft automatisch, das Zertifikat nicht.

Nachweis
Sie tragen einen DNS-Eintrag, den Signido Ihnen nennt. Ein Auftrag prüft ihn und wiederholt die Prüfung danach regelmäßig — verschwindet der Eintrag, fällt das auf.
Zertifikat
Wird in diesem Stand nicht automatisch ausgestellt. Ein Betreiber trägt den Hostnamen einmalig im Reverse Proxy ein. Das ist ein einmaliger Handgriff je Domain, aber es ist einer.
Reihenfolge
Ohne bestätigten Nachweis wird eine Domain nicht bedient. Andernfalls könnte jemand einen fremden Hostnamen eintragen und Signaturseiten unter fremdem Namen ausliefern.

E-Mail

Wie eine Mail an Ihre Empfänger aussieht

Der Inhalt trägt Ihr Logo, Ihre Farben, Ihren Absendernamen und Ihre Antwortadresse — eine Antwort landet also bei Ihnen und nicht bei uns. Was heute noch nicht möglich ist, ist der Versand von Ihrer Domain: die technische Absenderadresse bleibt die von Signido.

Die Prüfungen, die dafür nötig wären — SPF, DKIM und DMARC für Ihre Versanddomain — sind gebaut und laufen getrennt voneinander. Angeschlossen ist der Wechsel selbst nicht, und jede Oberfläche im Produkt sagt das an der Stelle, an der man es sonst annehmen würde. Ein Versand unter fremdem Namen ohne geprüfte Freigabe ist damit strukturell ausgeschlossen.

Häufige Fragen

Sieht ein Empfänger, dass Signido dahintersteht?

Der sichtbare Hinweis auf Signido lässt sich in den Tarifen mit White-Label-Funktion abschalten. Vollständig unsichtbar ist die Plattform damit nicht: solange keine eigene Domain eingerichtet ist, steht Signido in der Adresszeile, und die technische Absenderadresse der Mails bleibt ohnehin die von Signido.

Kann ich mehrere Erscheinungsbilder verwalten?

Eine Organisation hat genau ein Profil. Mehrere Erscheinungsbilder nebeneinander sind der Anwendungsfall eines Partners, der mehrere Kunden betreut — dafür gibt es den Partnerbereich, in dem jede betreute Organisation ihr eigenes Profil bekommt.

Kann ich die Signaturseite in mein Produkt einbetten?

Ja, über eine kurzlebige, an Empfänger und Herkunft gebundene Sitzung. Näheres auf der API-Seite. Der Editor — also Hochladen, Felder setzen, Versand auslösen — lässt sich nicht einbetten.

Ausprobieren, bevor Sie sich festlegen

Logo und Farben lassen sich in den Einstellungen setzen und auf einer Testanfrage sofort ansehen.